Kinder- und Jugendlichentherapie im Verein ZELLKERN

Seit 2003 bietet der Verein ZELLKERN therapeutische Unterstützung für Kinder und Jugendliche an. Sind Angehörige, sei es Eltern, Großeltern oder andere den Kindern oder Jugendlichen nahe stehende Personen erkrankt oder verstorben, so gibt es die Möglichkeit Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung der daraus entstandenen Probleme zu unterstützen.

Ich arbeite bereits seit 1999 beim Verein ZELLKERN. Die Spezifizierung auf Kinder und Jugendliche erfolgte jedoch im Jahr 2003. Viele Anfragen von Eltern oder Angehörigen brachten uns auf die Idee, speziell für Kinder und Jugendliche das Angebot des Vereins zu erweitern.

Oftmals rufen verzweifelte Eltern mit der Frage an, wo es Unterstützung für ihre Kinder geben könnte.

Mütter, die z.B. mit der Verarbeitung einer Krebsdiagnose und den daraus resultierenden Behandlungen schon am Rande ihrer Kräfte stehen, sind oftmals kaum oder nur schwer in der Lage, während dieser körperlich und psychisch sehr belastenden Zeit voll für ihre Kinder da zu sein.

Umso mehr bedeutet es auch für die erkrankten Personen eine Erleichterung und Unterstützung, wenn sie ihre Kinder bzw. Jugendlichen gut betreut und begleitet wissen.

Wie arbeite ich mit Kindern?

Als Integrative Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bin ich speziell ausgebildet mit Kindern therapeutisch zu arbeiten. Neben dem Gespräch stehen mir viele verbale und nonverbale Methoden zur Verfügung. So drücken Kinder ihre Probleme oder Nöte oftmals nicht nur in Worten aus sondern auch durchs Spiel. Ebenso stehen ihnen viele verschiedene kreative Materialien, wie z.B. Sand, Ton, Farben usw. zur Verfügung.

Im Spiel entsteht nicht nur Kontakt, sondern auch die Möglichkeit Probleme zu verarbeiten. Anders als bei Erwachsenen werden durch das spielerische Handeln bereits Lösungsansätze und –möglichkeiten „erspielt“ bzw. erarbeitet. Dabei braucht für Kinder diese „Arbeit“ gar nicht bewusst sein.

Erleben Kinder und Jugendliche sich gestärkt, in dem sie positiv und sicher wieder der Zukunft entgegensehen können, so ist es gelungen, das Selbstvertrauen und die Zuversicht in das Leben wiederherzustellen. Durch Krankheit oder Tod von Angehörigen wird nämlich genau diese Zuversicht und Zukunftsorientiertheit erschüttert.

Oftmals helfen auch Rituale und die Arbeit auf der Symbolebene Abschied von geliebten Menschen zu nehmen.

Wichtig bei dieser Arbeit ist es, genügend Zeit zu haben und die Kinder und Jugendlichen in ihrem Tempo zu begleiten.

Auch die Einbeziehung von Eltern ist für mich ein wichtiger Teil meiner Arbeit.

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